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Proprietary Blend. Die Geheimzutat oder doch bloß eine Lüge?
der_Freak: 18.05.2011
der_Freak

Wie jeder weiß, der das Forum bodybuilding-union.de verfolgt, bin ich mittlerweile jemand, der gerne diverse amerikanische Supplemente testet und bewertet. Deswegen handelt mein erster Bericht auch über diese amerikanischen Supplemente. Viele Sportler behaupten immer, dass amerikanische Supplemente besser wirken und stärker sind als deutsche Supplemente.

Doch ist dies wirklich der Fall oder werden wir alle getäuscht?

Vorab kann schon mal gesagt werden, ohne dass ich hier näher auf irgendwelche speziellen Marken oder Produkte eingehe, dass dies beim Proteinpulver nicht der Fall ist. Gerade bei Protein-Produkten sind uns die Amerikaner alles andere als überlegen. Ihre normalen Mehrkomponentenproteine enthalten meist deutlich unter 80 g Eiweiss pro 100 g und wesentlich mehr Zucker als deutsches Protein. Oft bestehen die „Mehrkomponenten-Proteine“ fast nur aus Whey und enthalten kaum Casein. Zum Vergleich, das S.U. Professional Protein enthält mindestens 80 g Protein auf 100 g Pulver, vergleichsweise sehr wenig Kohlenhydrate und einen hohen Casein-Anteil von 60%.

Doch wie verhält es sich mit den Trainingsboostern und Pump-Supplementen aus Amerika auf die so viele Athleten schwören?

Auffällig an all diesen Produkten ist immer ein bestimmter Begriff auf den Verpackungen der den meisten Sportlern zumindest vom Namen her ein Begriff ist - proprietary blend.

Was verbirgt sich hinter diesem Begriff bzw. was bedeutet er?

Wörtlich bzw. marketingtechnisch übersetzt bedeutet proprietary blend eigentlich nur soviel wie „Geheimmischung“ bzw. „Geschäftsgeheimnis“ oder für den Laien ausgedrückt : „Wirkt super, aber was drin ist, weiß kein Mensch.“

In Amerika sind die Gesetze was die Supplementherstellung angeht, etwas anders als in Deutschland und Europa.

1. In Amerika sind bestimmte Inhaltsstoffe erlaubt, die in Deutschland teilweise begründet keine Verkehrsfähigkeit haben.

2. Eine Firma, die Supplemente in Amerika herstellt, darf ihre Wirkstoffformel geheim halten, was die Menge und Zusammensetzung der Inhaltsstoffe angeht, um sich vor der Konkurrenz zu schützen
Was bedeutet das jetzt für den Verwender von amerikanischen Supplementen?

Man kann entweder darauf vertrauen das die amerikanischen Supplement-Hersteller nichts in ihre Produkte mixen, was einem Schaden könnte, oder was verboten ist. Dies käme aber einem, der mit geschlossenen Augen über die Autobahn läuft, gleich. Die zweite Möglichkeit wäre man guckt sich die Zutatenliste etwas genauer an und versucht diese nach verschiedenen Methoden aufzuschlüsseln, denn mittlerweile schreiben zumindest die meisten Hersteller unter das Wort proprietary blend eine Liste mit Zutaten, die in diesem Mix enthalten sind. Leider schreiben sie aus Gründen die oben genannt wurden keine Mengenangaben dazu. Da dort auch nicht, wie in Deutschland per Gesetz vorgeschrieben ist, die Inhaltsstoffe nach Mengengrößen aufgelistet werden (der Größe nach absteigend) können wir nicht wissen, zu welchen Teilen der jeweilige Inhaltsstoff vertreten ist. Also gehen wir einfach mal davon aus, dass alle zu gleichen Teilen vertreten sind. Dies wird zwar wahrscheinlich nie so der Fall sein, aber eine andere Herangehensweise ist uns bei den gegebenen Umständen nicht möglich.
Wie würde nun die Bewertung eines amerikanischen Supplements aussehen?

Nehmen wir mal folgende Beispiele:

Beispiel 1:
Produkt Trainingsbooster X hat einen proprietary blend Anteil von 500 mg und 10 aufgelisteten Zutaten. Wenn wir jetzt von obigen Begebenheiten ausgehen, dass alle Inhaltsstoffe zu gleichen Teilen vertreten sind, dann wären das 50 mg pro Inhaltsstoff. Dass dies ein Produkt ist, was wahrscheinlich nicht gut funktionieren wird, kann man nun daraus ersehen, dass die meisten Inhaltsstoffe für ein typischen Booster im 50 mg Bereich nahezu wirkungslos wären.

Beispiel 2:
Produkt Pumpverstärker Y hat einen proprietary blend Anteil von 6000 mg und 3 aufgelisteten Zutaten. Wenn wir jetzt wieder von obigen Begebenheiten ausgehen, dass alle Inhaltsstoffe zu gleichen Teilen vertreten sind, dann wären das 2000 mg pro Inhaltsstoff. Dieser Wirkstoffmix hat zumindest dem äußeren Anschein nach eine bessere Chance wirksam zu sein als der aus Beispiel 1.
Das bedeutet im Fazit, dass man sich die Etiketten sehr aufmerksam durchlesen sollte, um zumindest nicht sein Geld sinnlos aus dem Fenster zu werfen. Die amerikanischen Hersteller haben durchaus Produkte, die von der Wirkung her sehr interessant sind, aber in den meisten Fällen sind sie recht teuer und man weiß nie genau, was man sich alles an Inhaltsstoffen zuführt. Es kann also hilfreich sein auf Erfahrungsberichte von bekannten Sportlern zurückzugreifen wie sie bei uns im Forum zu finden sind, um nicht von Produkten enttäuscht zu werden. Meine persönliche Erfahrung ist aber, dass man mit den einzelnen Aminosäuren hier aus dem Shop sich einen sehr effektiven Booster selber basteln kann und man so auch zu 100% weiß was enthalten ist. Kein Booster ist für alle perfekt. Er muss immer auf die persönlichen Bedürfnisse des Sportlers angepaßt werden.
Verfasser:

Jimmy Herter. Erfahrung im Bodybuilding und Kraftsport seit 2001. Erfahrung mit Nahrungsergänzungen seit 2003. Mitarbeiter der Firma Bodybuilding Depot in der Filiale Berlin.

(C) Copyright. Dieser Text darf nicht, auch nicht auszugsweise, ohne exakte Quellenangabe, außerhalb der Bodybuilding-Union veröffentlicht werden.

2 Kommentare
Mighty-Mike
Kommentar von: Mighty-Mike
verfasst am: 19.05.2011
Also ich gehöre zu den Menschen, die gerne wissen, welche Inhaltsstoffe sie konsumieren. Danke für den Artikel! Ich persönlich bleibe lieber bei deutschen Qualitätsprodukten wie S.U., da weiß ich was drin ist!
HUND
Kommentar von: HUND
verfasst am: 29.05.2011
Hi Jimmy.
Wie viele andere gehöre ich auch zur der Personengruppe die gerne mal zwischendurch auf den Ami Boards herumschnüffeln, bei meiner letzten recherche bin ich auf die Folgenden Produkte gestoßen 1. Crack 2. AMIN.O..

Beim ersten Produkt handelt es sich um ein Creatinethylester angereichert mit sämtlichen Ethylestern aus der Aminosaurenfamilie, was soll ich sagen sogar bei einer unterdosierten Gabe an Wirkstoff kriege ich andauend das Flattern und ein Unruhegefühl überkommt mich auch noch, es ist wohlbemerkt ein enormer Pump vorhanden aber auf Kosten meines ruhigen Gemüts. Die Amis Loben das Zeug in den Himmel wo ich mir ganz sicher bin das man nach einem intensiverem Konsum der Ware schnellstmöglich dort auch lande. Mein Fazit Creatin Mono mit verschiedenen Testo boostern bewirkt auch einen enormen Pump und ist auch noch günstiger.

Proband Nr 2 ist von der ganz eiskalten Sorte nach einer Promotion bekam ich 50% Rabatt auf der Ami Seite das Produkt ist zur Zeit auf Platz 2 in der Gesamtbewertung der Aminosaurenfamilie.
Also die Dose aufgerissen eine moderate Gabe besteht aus 5 scoops 30 min vor dem Trainig mit Wasser lol schmeckt nach Kaugummi also Chemo pur, ab in den Bus und los geht er schon während der Fahrt bemerte ich einen komisches taubheitsgefühl in den Zähnen, im Studio angekommen wow ik gloub ik bin of Koks und habe mir die ganze Ladung in den mund geschmiert, außerdem verbrauchte ich fast 3L Wasser auf 1,5 Std Training. Pump war anwesend .
Eine Dose zur Probe einem etwas älteren Kollegen gegeben Ü50, Herz Rhythmus störungen und Schlaflosigkeit waren die Folge.

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