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Nandrolon - Deca Durabolin
Ironman: 01.05.2010 |

 Nandrolon ist seit Jahren eines der am meisten benutzten anabolen Steroide. Verbunden mit einem Ester in öliger Lösung muß es intramuskulär injiziert werden. Das bekannteste Nandrolon-Präparat ist Nandrolon-Decanoat. 1962 von Organon als Deca-Durabolin auf den Markt gebracht, ist es nach wie vor das am meisten benutzte Nandrolon. Die meisten Athleten nennen daher generell alle Medikamente, die Nandrolon-Decanoat enthalten schlicht und einfach -Deca-.
Das erste Nandrolon-Präparat allerdings, welches kommerziell erhältlich war, war Nandrolon-Phenylpropionat, welches bereits 1959 von Organon unter dem Handelsnamen -Durabolin- vertrieben wurde.
1. Nandrolon-Ester, Namen der Präparate
Wirkstoff: Nandrolon (19-Nortestosteron)
Bekannteste Darreichungsformen (nur als Depot-Injektionspräparat zu 25, 50, 100 und 200 mg pro ml), Wirkungsdauer und Markennamen:
- Nandrolon-Phenylpropionat (100 mg = 67 mg Nandrolon) 3-6 Tage ( Durabolin, Superanabolon ) - Nandrolon-Decanoat (100 mg = 64 mg Nandrolon) 2-3 Wochen ( Deca-Durabolin, Nandrolon-Norma, Extrabolin ) - Nandrolon-Undecanoat (100 mg = 63 mg Nandrolon) 3 Wochen ( Dynabolon ) - Nandrolon-Hexyloxyphenylpropionat 4 Wochen ( Anadur ) - Nandrolon-Laurat (vet. Medikament) 4 Wochen ( Laurabolin )
2. übliche Dosierungen:
-Männer 200-600 mg/Woche -Frauen 50-200 mg/Woche
3. Chemische Struktur und Nebenwirkungen
Strukturell ist Nandrolon dem Testosteron sehr ähnlich, obwohl es ein Kohlenstoffatom weniger hat und zwar an der C-19 Position (daher auch die andere gebräuchliche chemische Bezeichnung 19-Nortestosteron). Nandrolon ist deshalb ein wesentlich schwächeres Androgen als Testosteron. Auch seine Metaboliten sind mit deutlich harmloseren Eigenschaften gesegnet:
Obwohl auch Nandrolon durch die 5-alpha-Reduktase verstoffwechselt wird, welche Testosteron in Dihydrotestosteron umwandelt, so ist in diesem Fall Dihydronandrolon das Ergebnis. Dieser Metabolit ist sogar noch schwächer androgen als das Ausgangsprodukt. Nebenwirkungen wie Akne, Haarausfall, verstärkte Körperbehaarung, Vermännlichungserscheinungen und Prostataprobleme sind daher bei Nandrolon eher unwahrscheinlich.
Auch liegt die Konvertierungsrate von Nandrolon in Östrogen bei nur 1/5 der von Testosteron, so dass es daher auch selten zu Gynäkomastie und östrogenbedingtem Fettansatz kommt. Allerdings scheint Nandrolon bzw. sein Metabolit 19-Norprogesteron eine sehr große Bindungsaffinität zu den Progesteronrezeptoren zu haben. Dies kann bei empfindlichen Personen zu Problemen mit den Brustdrüsen, Wasserspeicherung und Libidoverlust führen. Andererseits ist dieser Mechanismus nicht richtig erforscht. Bei den -normalen- Dosierungen finden sich solche Nebenwirkungen auch eher selten. Da experimentierfreudige Athleten aber auch Nandrolon in den letzten Jahren hemmungslos überdosiert haben, hat sich leider auch das Spektrum möglicher Nebenwirkungen erweitert.
Toxische Auswirkungen auf die Leber, Nieren etc. sind bei Nandrolon nicht zu erwarten. Auch negative Auswirkungen auf die Blutfette sind nicht dokumentiert.
Immer wieder wird Nandrolon eine extreme Wasserspeicherung nachgesagt. In der Realität tritt diese aber individuell sehr unterschiedlich auf und ist in Einzelfällen auch nicht stärker ausgeprägt, als bei vergleichbaren Dosierungen Testosteron. Wer hier Bedenken hat, sollte es mit Nandrolon-Phenylpropionat probieren. Kurzwirksame Ester verursachen hier im allgemeinen weniger Probleme. Das liegt nicht an einer anderen Wirkung dieser Präparate: Vom Ester gelöst und in die Blutbahn abgegeben, ist Nandrolon immer nur Nandrolon und wirkt auch immer gleich. Aber durch die kürzere Wirkungsdauer kommt es meist zu stärkeren Schwankungen des Levels im Blutplasma. Die Konzentration des Wirkstoffes im Blut fällt immer wieder zwischendurch ab und die Spitzen sind nicht so hoch, so dass sich Nebenwirkungen nicht so extrem manifestieren können.
Wer auf einen auf Doping getesteten Wettkampf geht sollte mindestens 18 Monate um Nandrolon einen großen Bogen machen. So lange können die Dopingfahnder heute nämlich auf alle Fälle die Abbauprodukte von Nandrolon nachweisen.
4. Wirkung und Anwendungen
Nandrolon verbindet eine moderate anabole Wirkung mit verbesserter Regeneration und gutem Kraftzuwachs. In den niederen Dosisbereichen (bis ca. 400 mg) ist es Milligramm für Milligramm wirksamer als Testosteron. Dies liegt vor allem an der stärkeren Bindungsaffinität an den Androgenrezeptor. Bei Anfängern ist daher die einfache Anwendung von 200-300 mg Deca pro Woche üblich und führt in der Regel zu sehr zufriedenstellenden Ergebnissen ohne dass damit ein übermäßiges gesundheitliches Risiko eingegangen wird.
Die meisten stacken allerdings Testosteron in irgendeiner Form dazu um den Kraft- und Massezuwachs noch weiter zu forcieren. Je nach vermeintlichem Entwicklungsstand und Körpergewicht des Athleten werden 150 bis 1500+ mg Testosteron mit 150 bis 1000+ mg Nandrolon kombiniert. Dosierungen von mehr als 750 bis 1000 mg Testosteron und 400 bis 600 mg Deca führen aber in den seltensten Fällen auch zu besseren Ergebnissen und haben ihren Ursprung meist nur in der Unkenntnis oder der puren Verzweiflung des Athleten.
Da beide Medikamente nicht toxisch sind und eher für einen langsamen, gleichmäßigen Zuwachs sorgen, ist ein lange Einnahmedauer (mind. 12 Wochen) üblich.
An dieser Stelle sei auch der berühmte Deca/Dbol Stack erwähnt. Diese Kombination ist in den letzten Jahren eher in Verruf geraten, obwohl Generationen von Kraftsportlern darauf geschworen hatten. Dan Duchaine, der verstorbene Steroid-Guru der 80er und 90er schrieb 1989 in seinem berühmt, berüchtigten -Underground Steroid Handbook II-:
-Wer auf Deca und Dianabol keine Muskeln bekommt, bei dem wird auch nichts anderes helfen, egal wie ausgefallen es ist ........für Männer ist die verträglichste Steroid Kombination, die optimale Ergebnisse bringt 20 mg Dianabol/Tag + 200 mg Deca/Woche...nichts wirkt besser und schneller ohne die Nebenwirkungen von Testosteron und Oxymetholon.-
Tatsächlich ist der Deca/Dbol Stack zum reinen Masse- und Kraftaufbau äußerst wirksam. Das Außergewöhnliche daran ist, dass mit relativ geringen Dosierungen beeindruckende Resultate erzielt werden können. Dies gilt auch für fortgeschrittene Sportler und Wettkampfathleten. Bei dieser Personengruppe wird die Dosis in der Regel höher angesetzt. Doch auch hier sind 40-50 mg Dianabol und 400-600 mg Nandrolon absolut ausreichend. Für die meisten dürften 300-400 mg Nandrolon und 20-30 mg Dbol optimal sein. Da Dianabol lebertoxisch ist (vor allem in den höheren Dosierungen) wird die Einnahme in der Regel auf 8-12 Wochen beschränkt und dann die Behandlung entweder mit Deca allein fortgesetzt oder mit Testosteron abgewechselt. Viele stacken Testo ohnehin von Anfang an dazu um eventuellen Libidoproblemen entgegenzuwirken. Hierfür ist eine geringe Dosis Testosteron ausreichend (z.B. 150 ? 200 mg Testo-Propionat/Woche).
Nandrolon ist auch das am besten erforschte Anabolika in der AIDS-Therapie. In den USA werden dabei 100 - 400 mg/Woche standardmäßig angewandt. Kombiniert wird Nandrolon hier oft mit Oxandrolon. Oxandrolon hat für ein 17a-Oral sehr geringe Nebenwirkungen. Es ist kaum toxisch und nicht androgen. Tatsächlich kann ich mir keinen Stack vorstellen, der für Sportler, die sich Gedanken um ihre Gesundheit machen (und das tun wir doch alle, oder?), ältere Athleten und Freizeit-Bodybuilder besser geeignet wäre als 150 ? 250 mg Testo/Woche + 150 ? 200 mg Nandrolon/Woche + 20 ? 30 mg Oxandrolon/Tag. Dieser Stack ist auch als Langzeittherapie bei minimalem Gesundheitsrisiko denkbar. Sicher besser als der Dauer-Megadosis-Testo-Beschuß, der von so manchem veranstaltet wird.
Hartnäckig hält sich auch der Glaube, Nandrolon würde bereits in geringen Dosierungen irgendwie die Gelenke schmieren und somit bei Entzündungen ein schmerzfreies Training zulassen. Die trifft aber prinzipiell auf alle stark osmotischen (wasserspeichernden) Steroide (Testosteron, Dbol) zu. Nandrolon nimmt hier keine Sonderstellung ein. Auch sollte dieser Effekt nicht überbewertet werden. Ich habe noch keinen Athleten kennen gelernt, dem bei hartnäckigen und starken Entzündungen mit ein bisschen Deca geholfen gewesen wäre.
Zuletzt wird immer wieder behauptet, Deca würde nur in Verbindung mit einer sehr proteinreichen Kost wirken. Alle Anabolika verbunden mit hartem, regelmäßigen Training erhöhen die Stoffwechselrate, den Umsatz von körpereigenem Protein bzw. wirken anti-katabol. Eine erhöhte Zufuhr von Nahrungseiweißen ist daher immer wünschenswert. Auch hier kann bei Nandrolon nichts besonderes festgestellt werden. Im Gegenteil Medikamente wie Trenbolon oder sehr hohe Dosierungen Testosteron scheinen insoweit eine viel ausgeprägtere Wirkung zu besitzen.
5. Verfügbarkeit
Das größte Problem beim Nandrolon scheint die Beschaffung von Originalpräparaten zu sein. Da Nandrolon immer ein sehr beliebtes Medikament war, welches im Vergleich zu Testosteron aber relativ teuer ist, ist es für Fälscher ein gefundenes Fressen. Das meiste Deca welches auf dem Schwarzmarkt angeboten wird ist daher gefälscht. Niemand weiß, was wirklich an Inhaltsstoffen enthalten ist, oft nur ein bisschen billiges Testosteron. Daher rühren meiner Meinung nach auch die vielen Geschichten über Wasserspeicherung, Gyno und andere ungewöhnliche Nebenwirkungen. Viele haben nie echtes Deca verwendet. In gleichem Maße gilt das natürlich für die vielen Homebrew- und U-Lab-Produkte. In sehr vielen Fällen dürfen berechtigte Zweifel angebracht sein, ob der Sportler wirklich das bekommt, wofür er sein Geld ausgibt.
6. Verfasser
wird nachgetragen
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Kommentar von: alexo verfasst am: 13.03.2011
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kann man nandrolon und testosteron gleichzeitig injezieren also gemischt oder besser nur nacheinander?
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Kommentar von: kingbob verfasst am: 17.01.2012
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gleichzeitig in eine pumpe aufziehen
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